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UPE-Profil
UPE-Profile sind U-Stähle mit parallelen Flanschen und gut planbaren Anschlussflächen.
Kurz erklärt
UPE ist ein warmgewalztes U-Profil mit parallelen Flanschflächen. Dadurch lässt es sich gut anschließen, ausrichten und verschrauben. Typisch ist der Einsatz als Randprofil, Rahmenbauteil, Konsole, Stütze oder Träger in Stahl- und Metallbaukonstruktionen.
UPE-Profil im Überblick
UPE-Profil mit parallelen Flanschen. Das Foto zeigt typische Oberflächen, Kanten und Querschnittsmerkmale, die bei Auswahl und Bearbeitung wichtig sind.
Kurze Metergewichtsliste für UPE-Profile
UPE-Profile haben parallele Flansche. Die Werte dienen als schnelle Orientierung für Kalkulation und Handling.
| Profil | ca. kg/m |
|---|---|
| UPE 80 | ca. 7,9 |
| UPE 100 | ca. 9,8 |
| UPE 120 | ca. 12,1 |
| UPE 140 | ca. 14,5 |
| UPE 160 | ca. 17,0 |
| UPE 180 | ca. 19,7 |
Richtwerte in kg/m. Verbindlich sind die Angaben zur konkreten Abmessung und Ausführung. Weitere Hilfe bieten die Seiten Gewichte, Gewicht Rechner und Lieferlängen.
Was ist ein UPE-Profil?
Ein UPE-Profil gehört zu den offenen Formstahlprofilen. Der Querschnitt erinnert an den Buchstaben U: ein Steg verbindet zwei Flansche, die beim UPE parallel zueinander verlaufen. Genau diese parallelen Flanschflächen sind der praktische Unterschied zu klassischen UNP-Profilen und machen UPE für viele Anschlussdetails angenehm planbar.
UPE-Profile werden in der Regel warmgewalzt geliefert. Die Oberfläche ist typischerweise walzrau und unbehandelt. Leichter Oberflächenrost, Zunder, Kratzer oder Riefen können bei schwarzem Walzstahl vorkommen und sind bei der späteren Oberflächenbehandlung einzuplanen.
Werkstoffe und Normumfeld
Häufige Baustähle für UPE-Profile sind S235 und S355. Je nach Projekt können auch Güten wie S275 eine Rolle spielen. Die mechanischen Kennwerte, etwa Streckgrenze und Zugfestigkeit, werden über das jeweilige Material und die einschlägigen Normen beschrieben.
Für die Praxis bedeutet das: Das Profil allein beschreibt nur die Form. Für Tragfähigkeit, Schweißbarkeit, Nachweise und Dokumentation müssen Abmessung, Stahlgüte, Länge, Oberfläche und Bearbeitung zusammen betrachtet werden.
UPE oder UNP: wo liegt der Unterschied?
UPE und UNP sind beides U-Profile, unterscheiden sich aber in der Geometrie. UPE besitzt parallele Flanschflächen. UNP ist das klassische U-Profil mit geneigten Innenflächen. Dadurch lassen sich bei UPE Anbauteile, Platten und Schraubverbindungen oft einfacher flächig anlegen.
| Merkmal | UPE-Profil | UNP-Profil |
|---|---|---|
| Flanschform | parallel | innen geneigt |
| Anschlüsse | gut für plane Schraub- und Plattenanschlüsse | klassisch, aber bei Innenflächen weniger eben |
| Einsatz | Rahmen, Randträger, Konsolen, Maschinenbau | Rahmen, Führungen, Einfassungen, allgemeiner Stahlbau |
| Auswahl | sinnvoll bei gut planbaren Anschlussflächen | sinnvoll bei klassischen U-Profil-Konstruktionen |
Typische Einsatzbereiche
UPE-Profile werden vielseitig eingesetzt: als Randträger, Boden- oder Dachträger, Pfosten, Konsolen, Rahmenprofile, Treppenbauteile, Unterkonstruktionen, Verbindungselemente und Fassaden- oder Sonnenschutzkonstruktionen. Im Metallbau werden sie häufig mit Flachstahl, Winkelstahl, Rechteckrohren, Quadratrohren oder Blechteilen kombiniert.
Bei offenen Profilen ist die Verdrehsteifigkeit geringer als bei geschlossenen Hohlprofilen. Wenn Torsion, exzentrische Lasten oder lange freie Längen auftreten, sollte deshalb geprüft werden, ob ein Hohlprofil oder ein anderer Trägerquerschnitt konstruktiv günstiger ist.
Bearbeitung und Oberflächenschutz
UPE-Profile lassen sich je nach Abmessung sägen, bohren, schweißen und mit Anschlussplatten kombinieren. Für Schraubverbindungen sind saubere Lochbilder, ausreichende Randabstände und passende Auflagerflächen wichtig. Beim Schweißen müssen Nahtlage, Wärmeeintrag und spätere Korrosionsschutzschichten mitgedacht werden.
Für den Innenbereich reicht häufig eine geeignete Beschichtung. Im Außenbereich kommen je nach Belastung Feuerverzinken, Grundieren oder Lackieren infrage. Wird ein Profil nachträglich gebohrt oder gesägt, müssen Schnittkanten und Bohrungen wieder geschützt werden.
Worauf bei der Auswahl achten?
Wichtige Auswahlkriterien sind Profilhöhe, Wand- und Flanschdicken, Stahlgüte, Metergewicht, Lieferlänge, geplante Bearbeitung und die Art der Belastung. Für tragende Bauteile zählt nicht nur das Gewicht pro Meter, sondern auch die statische Eignung im konkreten Lastfall.
